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#16 MontalkSchnack mit einer Ballettpädagogin

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Wie war dein Wochenende, Ballettpädagogin nicole Schoenewolf?

Sensationell! Mein größter Erfolg!

Stell dich doch mal vor: Wenn du dich und deine Berufung einem Fremden in Adjektiven beschreiben müsstest, welche wären es?

Authentisch, kreativ, leidenschaftlich,
fröhlich, kindisch, fasziniert, süchtig, begeistert.

 

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Gelungene Ballett Gala vom 19. November 2017 in Mainz-Hechtsheim und ein Erste-Hilfe-Geschenk-Kasten, als Dankeschön für die „Weltbeste Ballettlehrerin der Welt“

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Throwback: Wann war der entscheidende Moment, in dem du wusstest, du willst Tanzen und es lehren und wie sah er aus?

Mit drei Jahren wurde ich in die Ballettschule des Staatstheaters Mainz “gesteckt”. Der Unterricht war sehr steif und lieblos. Ab meinem 5. Lebensjahr besuchte ich dann die Ballettschule meiner Mutter und ich wusste ab diesem Moment einfach, was meine Berufung sein würde. Fast täglich begleitete ich meine Ma in ihren Unterricht.

„Ich kann mir keinen Tag
ohne BALLETt vorstellen.“

 

Du unterrichtest in deinen zwei Ballettschulen in Mainz und Alzey Kinder, Jugendliche und Senioren. Wie alt ist das jüngste Kind, wie alt der älteste Senior/die älteste Seniorin und wie begeisterst du deine Schüler für das klassische Ballett?

Meine jüngste Schülerin bzw. Schüler ist/ sind drei Jahre alt – meine älteste ca. 55 Jahre/ 60 Jahre. Das harmonische Bewegen zu der schönen Musik verbunden mit Geschichten, Gedichten oder Spielen lassen jeden schnell begeistern.

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„Das Ballett ist
mein Lebenselixier.“

 

Die Welt dreht sich in Tanzrichtung: Was dreht sich in deiner privaten Welt alles um das Tanzen/das Ballett? Was bedeutet dir als Ballettpädagogin das tanzen?

Ballett ist mein Leben. Kein Tag ohne Ballett – kein Tag ohne Gedanken an es. In meiner privaten Welt dreht sich nicht alles, aber sehr vieles um das Ballett. Ich gehe häufig in Vorstellungen, lese und informiere und unterhalte mich über das Ballett. Ich würde mich mir ohne Ballett nicht vorstellen können. Es bedeutet mir mein Leben. Es ist mein Lebenselixier.

Mit dem Besuch im Staatstheater St. Petersburg hast du dir einen Traum erfüllt. Welches Staatstheater dieser Welt würdest du  noch gerne von Innen sehen, welches Stück und welche Tänzer oder Tänzerin?

Das Bolschoi in Moskau, nach London, nach Kiew würde ich gerne und zu den Niederländern, so auch zu den Belgiern und ganz besonders zu Neumeyer nach Hamburg.

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Man hört immer wieder, dass auch Schattenseiten zum Ballett gehören. Mit welchen Vorurteilen kannst du als BALLETTPÄDAGOGIN  aufräumen und welche bestätigen?

Letzte Woche hat eine 14 – jährige Elevin (Ballettschülerin) vom Bolschoi Selbstmord begangen. Sie kam mit dem “Ballett” nicht mehr zurecht. In unserer “neuen Welt”, so glaube ich, legt man Wert auf den künstlerischen Ausdruck, gepaart mit der Technik und nicht unbedingt auf das Magermodel einer Tänzerin. Nur zu gut kennen ich diese Problematik – nie ist man schlank, schön und gut genug. Viele neue Modekompanien legen den Schwerpunkt genau darauf. 

Dass das Ballett die Füße zerstört, ist in der Hobbywelt völliger Quatsch. Vieles liegt ab den Voraussetzungen, die ein jeder Schüler mitbringt. Jedes Kind ist anders. 
Sieh dir meine Füße an – die sind absolut ok, in Relation zu Alter und Beanspruchung :)

Aufräumen kann ich nicht, nur im Kleinen zum Umdenken animieren.

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Ich weiß, dass du Kostüme selbst nähst. Auch die Choreographie für deine Aufführungen denkst du dir aus. Woher nimmst du die Inspiration für deine Stücke, wie setzt du sie choreographisch und im Bezug auf Kostüme und Requisiten um?

Vieles, aber nicht alles nähe ich selbst. Ich höre eine Musik und sehe direkt die Choreographie. Sollte dies so nicht sein, ist es die falsche Musik für diesen Moment. Oft träume ich auch Chores oder habe während des Autofahrens neue Ideen. Hier höre ich viel Musik und lasse mich inspirieren. 

Auf einmal ist die dee da – ich denke nicht darüber nach, ich lasse sie kommen. Oft passiert es auch, dass ich durch Emotionen, die mich erreichen diese umsetzen möchte oder einen Gedanken weiterspinne und auf einmal völlig neue Ideen etc. entstehen.


„Ich sehe die Musik“

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Deine Ballettaufführungen haben stets einen karitativen Zweck. Stelle dir eine gelungene Benefizveranstaltung vor: Welches Thema/Motto hätte sie, zu welchem Lied, Komponisten/Künstler würde getanzt werden? Wer würde es tanzen (Duo, Gruppe, Solo?), in welcher Jahreszeit, in welchen Farben, wo würde die Aufführung stattfinden und was würdest du für eine Rolle dabei spielen?

Motto! Tanzen für die Kinder unserer Welt. Kunterbunt gemischt. Gerne würde ich die Verschiedenartigkeit der Menschen umsetzen. Musik?? Vielleicht Philipp Glass. Im Sommer würde das Ganze statt- finden, auf einer Freilichtbühnen wäre sensationell.

Was wäre, wenn ich eine gute Frage wäre, wie würde ich lauten?

Wie lautet “dein Reim” auf das Leben – auf das Glück?

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Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und natürlich bei dir Nicole, für das schöne Interview. Wenn du noch fragen hast, gerne in die KOmmentare damit!

Über meinen Reim auf das Leben und das Glück mache ich mir noch Gedanken 🙂

Eure

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