Anleitung zum Gedichte schreiben: Erinnerung

Am Donnerstag  nächste Woche, also am 8. Februar startet mein Minifernkurs zum Schreiben von Gedichten. In vier aufeinanderfolgenden Teilen möchte ich mich gemeinsam mit dir in die Welt der Lyrik begeben. Ich werde dir in jedem Teil allgemeine Informationen geben, Erfahrungsfetzen von mir einbauen und Schreibimpulse setzen, die du dazu verwenden kannst selbst tätig zu werden.

Sei aktiv

Wenn ich es schaffe, werde ich dir zwischen den Monatspostings Themenblöcke, aber vor allem Gesprächsgrundlagen und Austauschimpulse zur Verslehre (Metrik), den Rhythmen und Reimarten anbieten. Da ich mich selbst bis heute damit schwer tue, möchte ich dir keine falschen Hoffnungen machen. Ich kann dir nicht lehren einen Versfuß zu erkennen (das ist die Sachen mit dem Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst),

„Was dich begeistert, bleibt im Kopf.“

wenn du dich nicht selbst für dieses Fachwissen begeisterst. Mich hat es immer interessiert und ich wollte es mit allem was in mir getobt hat lernen, aber ich kann verstehen, dass es sehr entschleunigend wirken kann, wenn man ein gewisses Feuer für das Lesen, Schreiben und Interpretieren von Gedichten mitbringt, der Funke aber schnell verloren geht, wenn es ans starre Analysieren, ans Wissenschaftliche, geht. Vorschlag: Wenn Probleme auftauchen oder du frustriert bist, wenn ein Thema nicht in deinen Kopf will, gehen wir das zusammen an!

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Nicht entmutigen lassen

Lass dir gesagt sein, dass es zur Literaturwissenschaft im Bereich Lyrik dazugehört, sich mit dem wissenschaftlichen Teil von Gedichten zu beschäftigen. Ich kann kein Buch schreiben, wenn ich noch kein Buch gelesen habe und mindestens eines davon, dass sich mit dem Schreibhandwerk beschäftigt. Außer, du bist ein Naturtalent. Dann beglückwünsche ich dich von ganzem Herzen.

Ich werde jedenfalls nicht noch ein Blog werden, der dir das Fachwissen zur Lyrik vermitteln wird. Dazu gibt es genügend gute andere. Was ich dir aber anbieten kann, dass wir sie gemeinsam ausfindig machen. Ich habe ein paar Links und vielleicht hast du auch den ein oder anderen, vielleicht hast du auch eine Literaturempfehlung oder einen guten Satz, mit dessen Inhalt man sich die Struktur des „Alexandriners“ merken kann.

Dann, sollten wir darüber reden. Da ich meinen Minifernkurs nicht (nur) wissenschaftlich aufziehen möchte, bleibt viel Raum zum Selbststudium und zur Anwendung, denn im Vordergrund sollte der Spaß am Verfassen und Erkennen und Interpretieren von Gedichten stehen. Analyse ist wichtig, aber nicht alles.

Alles lernt sich gut und besser,
wenn es der eigenen Lebensumwelt entstammt,
Herr Professor!

Brauchen wir die Wissenschaft?

Ich sage, Ja! Es ist unheimlich wichtig, sich mit der Geschichte und der Lehre von Gedichten auseinandersetzen. Spannend ist es allemal, nochmal: Wenn man sich dafür interessiert, kann man nur davon profitieren. Um Gedicht zu schreiben, ist es meiner Meinung nach unerlässlich, sich die Basis, die Vergangenheit, einmal zu Gemüte geführt zu haben, denn erst dann kann man sich aktiv gegen die Anwendung der gängigen Formen und klassischen Bildungen entscheiden und beispielsweise freier werden und  experimentieren. Erst durch die Teilnahme an einem Poetry Workshop in Amerika habe ich gelernt: Ein Gedicht, das sich reimt, ist ein Gedicht, aber reimen muss es sich nicht. 

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Mein erster Tipp zur Geschichte der Regeln, des Versbaus und der Metrik ist der YouTube Kanal „Musste wissen Deutsch„. Ist mit Abstand hilfreich, jung, frisch und fix erklärt.

Wer sich also schon mal mit dem

  • Versmaß (Metrum –> Metrik)
  • Strophenbau
  • Versbau (Lehre von der Sprachgebung –> Prosodie)

beschäftigen will,  dem sei ein Selbststudium wärmstens empfohlen. Das Internet ist voller hilfreicher Informationen diesbezüglich und die Literatur bietet ebenfalls ein bequemes Bett aus Fachwissen und Hinweisvielfalt. Nur wenn ich es schaffe, mit meinen eigenen einfachen Worten wiederzugeben, werde ich diesbezüglich etwas posten. Das bedeutet allerdings, dass ich mich selbst noch einmal damit auseinandersetzen muss. Da ich nicht weiß, wieviel Zeit ich in den nächsten Wochen haben werde, bleibt das erst mal offen. Was aber klar ist, denn ich bin mir sicher, du gehst nicht völlig grün an meinen Minifernkurs: Wir sollten im Gespräch bleiben und uns austauschen 🙂 

Deshalb ein paar Einstiegsfragen

  1. Welche Erwartungen hast du an den Minifernurs: Anleitung zum Gedichte schreiben?
  2. Welche Begriffe geistern in deinem Kopf herum, wenn du an Gedichte denkst?
  3. Welche Themengebiete innerhalb der Literaturwissenschaft, bezogen auf die Lyrik, bereiten dir Sorgen oder Fragezeichen in deinem Kopf?kelly-sikkema-450719
    Lass es mich wissen! Lass uns teilhaben. Ich freue mich auf deine Antworten in den Kommentaren. Bis nächste Woche.

Danke, für deine Aufmerksamkeit und deinen Input!


Deine

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