#3 Wie war dein Wochenende, Marcy Schneider?

Der MontalkSchnack, mein neues Thema in der Kategorie Schriftl | ICH,

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© Marcy Schneider

präsentiert die Meinung aus meinem Montagsmund. Aber meine Meinung ist nur eine Meinung. Deswegen interessiert mich eure.

Übrigens: Lieber scrollen, statt schmollen!
Wer das Vorgeplänkel überspringen und lieber gleich ohne Knipslichtgewitter zum MontagsSchnack gelangen will: Heute ist Marcy Schneider von »
It’s me photography« im MonTALK, Teilzeit-Fotografin aus Leidenschaft. Ein Hobby, mit Auge zum Detail und ins rechte Licht gerückt wie gemacht für einen Schnack zum Thema: Erinnerungen, für die Ewigkeit.

 

… Ich wäre wunderbar genesen, wär ich in Tahoe gewesen.  

Nicht doch. Keine Sorge. Mir erging es nicht schlecht oder so. Ich hatte eben ein unspektakuläres instagramunwürdiges Wochenende. Eines von denen, die Mensch für gewöhnlich erlebt: Ein Wochenende, an dem es sich nicht lohnt, etwas in die sozialen Netzwerke zu schicken, um die Reichweite zu erhöhen. Nichts, das zeigt, wie alltäglich und ungewöhnlich man doch das eigene mickrige Leben verbringt. Mit unordentlichem Haar und zerschlissener Sonntagshose in gemütlicher Gammelmanier. (Apropos: Ob ich mich bei Instagram anmelde oder nicht, erfahrt ihr am Mittwoch in den NEWS. Bis dahin, sind Frage: Warum sollte ich mich bei Instagram anmelden und warum nicht?)

Aber manchmal, und vielleicht kennt ihr das selbst, ist man hin- und hergerissen. (Ob Klamotten sauber oder zerschlissen) Zwischen gehen oder bleiben. Zwischen wegfahren, was erleben – und Zuhause sitzend in Erinn’rung treiben.

Fotos sind wie Melodien und – Marmeladenbrot   

Mit Hilfe meiner gesammelten Erinnerungsstücke, die ich mal mit meiner Sony Knipsbitch und mal mit meiner Kodak DX6490 fotografiert habe, konnte ich mich gedanklich gelassen dahin beamen, wo ich hin wollte: Zurück in die Ewigkeit.
Schön sieht sie aus. Meine Sammelgestalt digitaler Fotoalben.

Ich persönlich liebe solche Wochenenden. Marmeladenbrot, Fotos und Musik. Kranzkuchen fällt hier ja leider flach. (Obgleich San Francisco alles andere als das ist!)

Und da ich noch dazu eine magolieengleiche, blühende Phantasie habe, war ich bis gestern ganz einfach noch dort, von wo wir vor einer Wochen eigentlich wieder zurückgekehrt sind: Lake Tahoe – Olympic Valley. Mein kalifornisches Österreich.

 

Es folgen: Schöne Fotografien
„Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters“ (Janosch)

 

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denn schließlich
sonst da,
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wenn nicht dazu,
um sie sich
immer und immer und immer wieder
anzusehen?

Damit man sich erinnert.

Das heilt.
Und hält auf ewig.

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Obwohl die Hosen ’96 doch schon sangen, dass nichts für die Ewigkeit bliebe.

 

 

»Jeden Tag stirbt ein Teil von dir, jeden Tag schwindet deine Zeit,

jeden Tag ein Tag, den du verlierst,

nichts bleibt für die Ewigkeit.«

 

Was bleibt aber, wenn nichts bleibt? Und was ist dieses Nichts? Und warum hört man Menschen davon sprechen, es sei »die Herrlichkeit, in Ewigkeit« ?

E – W – I – G – K – E – I – T

Wie erklärt man einen solch großen Begriff einem Kind und wie definiert man ihn überhaupt, ohne sich als Pseudophilosoph lächerlich zu machen?
Nun, indem man es tut. Bloß wer neugierig bleibt, der lernt und wer Dialoge anstrebt, wird gehört.
Nur wer zweifelt, lebt. Und »wer nicht fragt, bleibt dumm«.

Ich zweifle daran, dass »Bilder überdauern, bis in alle Zeit«. Sind sie doch nichts weiter, als eine Fassade des menschlichen egostischen Wunsches, nicht in Vergessenheit zu geraten. Denn …


Vergesslich werden,

ist nicht schlimm.

Vergessen zu werden –

Grausam doch.

Mithin.


Die Angst davor, vergessen zu werden, ist mit der Ewigkeit verbunden, wie ein mit Liebe geknüpftes Freundschaftsband. Wobei die Liebe doch auch nichts Ewiges ist. Oder doch?

Wieauchimmer. Und wenn ich nur aus einem einzigen Grund fotografiere: Um wenigstens über die Ewigkeit zu schreiben.

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© Jennifer Hilgert

 

 

 

 

 

 


Ob Marcy Schneider, die ihre zauberhaften Fotos auf ihrer Webseite und auf FB präsentiert,
Hobby- und Teilzeitfotografin aus Leidenschaft ihre Momentaufnahmen, Aufnahmen und Erinnerungen genauso gerne betrachtet wie sie sie einfängt, habe ich nicht gefragt.

Aber ich weiß auf jeden Fall nun, was sie zum nächsten »Schuss« antreibt, warum sie ein „unscharfes“ Kinn charmant findet und sie Fabelwesen gerne zu einer Teeparty einladen würde.

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1) Bitte beschreibe das, in deinen Augen, »perfekte Foto« mit wenigen Worten.

Wenn ich den Betrachter fesseln kann und er sich mein Bild genauer anschaut. Dann habe ich ein perfektes Foto schon geschossen.

2) Wie bist du zum Fotografieren gekommen und was ist das besondere an deinen Shootings?

Im Grunde habe ich nur etwas wiedergefunden was mich schon in der Jugend fasziniert hat. Mit analoger Kamera und bester Freundin wurden Burgruinen und alte Plätze besucht. Leider musste man dann eine Woche auf seine entwickelten Fotos warten 😉

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© Marcy Schneider

Ein kleiner Unterschied bei meinen Shootings ist vielleicht, dass ich es nicht als reine Geldquelle sehe. Es soll in erster Linie beiden Parteien Spaß machen.
Ich plaudere mit den Menschen, ich quassele sie sogar manchmal zu
😉 Hauptsache wir verkrampfen nicht in starren Posen.
Wer mich kennt, weiss, dass ich chaotisch bin und sicherlich vergesse ich während dem Shooting 3x den Namen
;). Aber die Personen und Shootings nicht!

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© Marcy Schneider

Ich versuche die Natürlichkeit zu bewahren und trotzdem möchte ich Fotos machen, die man nicht überall bekommt, sei es auch durch aufwendigere Bearbeitung. Dennoch bin ich noch weiter am Ausprobieren und hoffe immer Neues und Besonderes zeigen zu können.

3) Ohne welche Utensilien würdest du dich niemals zu einem Shooting begeben? Umgekehrt: Was würdest du auf jeden Fall Zuhause lassen?

Kamera, Objektive und mein Auge reichen mir in der Regel aus.
Bei bei schlechten Lichtverhältnissen ein Reflektor / Diffusor.

Daheim bleibt der Blitz. Vielleicht hab ich mich zu wenig damit beschäftigt, aber ein schlecht frontal geblitzes Foto sieht man sofort.

4) Die Wiesenzauber Aktion in Kooperation mit deiner Kollegin Christine Knapp (»Tine knipst«) hat 14 Familien rund um Reckershausen 2013 in die Wiesen getrieben. Wo liegt für dich die Faszination an der Outdoor-Fotografie?

Man hat viel mehr Möglichkeiten. Die Natur bietet so viele Fassetten, Hintergründe, tolles Licht und das Spiel mit dem Schatten.
Speziell bei dem Wiesenzauber Event werden zusätzlich noch fantasievolle Kulissen in der Natur aufgebaut, die man sonst nicht hätte. Es sollen somit einmalige Bilder entstehen!

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© Marcy Schneider

5) Was rätst du deinen Kunden vor einem Shooting?

Wohlfühlen, nicht verkleiden.

6) Für welchen Anlass würdest du niemals fotografieren, bzw. welchen Augenblick würdest du nicht mit einer Kamera für die Ewigkeit festhalten wollen?

In großen Menschenmassen fühle ich mich unwohl. Also keine Events oder Feste. Habe genug tolle Kollegen zum weiter empfehlen 🙂

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© Marcy Schneider

7) Stell dir vor, du könntest drei Personen, an einer Wunschlocation, mit zwei Gegenständen, einem Tier und deinem Wunschwetter ablichten. Wie sähe das Foto aus?

Mitten in der Kulisse von Alice im Wunderland. Verrückte Teeparty, Märchenschlösser, ausgefallene Kostüme, Fabeltiere, ich bin ein Nerd 😉 Märchen und Fantasie sind meins!

8) Was schätzt du: Wieviele Fotos hast du während deiner Zeit als Teilzeit Fotografin bereits geschossen? Oder leichter: Wieviele Menschen hast du abgelichtet?

Phuuu .. Hunderte 😉 und es werden jedes Jahr mehr, wobei es öfter Wiederholungstäter sind und das freut mich nur zu sehr.

9) Vervollständige: Wer Portraitfotografie betreiben will, der …

… darf ruhig Fotografiegesetze brechen 😉 Die unperfektesten Nahaufnahmen sind oft am charmantesten.
Kinn unscharf ? Nicht schlimm. Haaransatz nicht drauf ? Nicht schlimm. Der Wind, der einem die Haare genau beim Auslösen ins Gesicht weht und idealerweise noch ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Super, draufhalten. Low Key, High Key. Alles erlaubt. Zwischendurch reden ? Erwünscht. Mache ich auch oft bei meinen Shootings, ein natürliches Lachen ist schneller eingefangen!

10) Möchtest du mir dein Lieblingsfoto zeigen? Warum ist es ausgerechnet das?

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© Marcy Schneider

 

Ein einziges Lieblingsfoto ist schwer, alles lebensfrohe was spontan entstanden ist. Könnte ich mit dem Bild gut zusammenfassen!

Vielen Dank, Marcy.
Stets ein scharfes und waches Auge für den richtigen Augenblick. Gutes Licht und eine volle SD-Karte mit gutgelaunten Models!

 

 


Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit .



Knipsfrische Grüße eure
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