Kurt

Sarah Kuttner

K U R T. Vier Lettern, die es in sich haben. Angeordnet wie ein Kreuz, starren sie auf blutrotem Untergrund ernst vor sich hin. Obwohl der kleine Kurt aus dem Buch ganz leise, ganz zart stirbt, schreit das Cover nach Schmerz und Trauer. Nach Abschied und Endgültigkeit. Doch es ist eher so wie Kuttner den Tod von Kurt beschreibt: Er kommt ganz heimlich still und leise und gar nicht besonders aufregend und effektaufgeladen daher, wie es uns Hollywoodfilme weis machen wollen. KURT ist mein BuchTipp des Jahres. Irgendwie. Denn irgendwie setzte ich mich, besonders in diesem Jahr, während meiner Schwangerschaft, und die läuft nun schon seit Ende Februar diesen Jahres, intensiv mit dem Thema Tod auseinander. Leben und Tod in einem Körper vereint. Irgendwie.

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Keine Spur von Erleuchtung

Magnus Tauz

Photo by Lubo Minar on Unsplash

Regentage, kleiner werdende Abstände
zwischen verpassten Momenten. Wir
haben in die Scheinwerfer gelogen.

Du legatos Wörter wie Geldstücke auf
blanke Pfeiler, Möwenfraß, Skizzen
aus Luft in jeder Nahaufnahme.

loten wir aus, was Schmerz ist. Hinter
uns ein paar lässige Figuren, schnalzen
uns Seltsames zu. Ironie ist eine

Körperhaltung, spielst Vorhang, spielst
Bühne, leuchtest mit deinem Körper
Dunkelheiten aus. Wir umarmen

Geräusche, häkeln weiter am Himmel,
hätten gern ein paar Götter mehr,
die auf uns stehen.

Gedicht erschienen in: „Später auf den Chausseen“

SternenBlicks Lyrikheft Nr. 4 zeigt einen Querschnitt aus dem lyrischen Werk des Berliner Dichters Magnus Tautz, der 2018 den begehrten „Ulrich Grasnick Lyrikpreis“ erhalten hat. 

Sonntagspoesie in Kooperation mitSternenBlick

The road beneath my feet

Frank Turner

In Zeiten von Corona fehlt mir mein liebstes Hobby gewaltig: das Besuchen von Festivals und Konzerten. Ehrlich, ich weiß gar nicht, wie ich es schaffe, ohne verrückt zu werden. Eigentlich wären wir in diesem Jahr bereits auf vier 4 Konzerten und einem Festival gewesen.

Wie schaffe ich jetzt die Überleitung zu meinem heutigen BuchTipp: Ich schreibe es frei heraus: Die Autobiografie von Frank Turner, die keine Autobiografie sein will, konnte mich zwar ein wenig über meine Konzert-Flaute hinweghelfen, hat mir im Grunde genommen aber nur eins gezeigt: Ich habe noch viel mehr Bock auf ein Konzert zu gehen als eh und je!

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Ich tanze mit deinen Worten im Bauch

Marina Berin und Laura Gerritsen

Das neue Buch ist online und im überall im Buchhandel bestellbar
ISBN 978-3751978750
"In deinen Armen habe ich mich noch nicht sattgelegen"
"Die Dreiwörtigkeit deiner Liebeserklärung lässt mich nicht schlafen".

Marina Berin - mal schwimmt ihr lyrisches Ich im Aquarellwasser, mal ist ihr Herz ein Blumenbeet, mal ist sie "immer noch dasselbe schöne Wort nur ohne einen Buchstaben in der Mitte" und mal schickt sie das lyrische Wir zum Gedichtepflücken in den sonnenstrahlverwöhnten, keimenden Frühling. 

Marina Berin versteht sich einfach auf die Kunst Liebesgedichte zu verfassen und Laura Gerritsen ergänzt die lyrischen Herzenswerke mit ihren ausdrucksstarken Malereien. Eine gelungene Symbiose aus Kunst und Poesie in einem Gedichtband vereint. Für Herz und Leben. 
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Wo der Schmerz einen hält und die Hoffnung wächst

Johanna Sophie

Heute präsentiere ich euch in meinem Buch.Tipp das Debüt der Nachwuchs-Autorin Johanna Sophie: WO DER SCHMERZ EINEN HÄLT UND DIE HOFFNUNG WÄCHST.

Auf 84 Seiten (be)schreibt Johanna über das Fallen. Von Schmerz. Von Ambivalenz. Vom Kranksein. Doch auch das Hoffen wird groß geschrieben und die Sehnsucht, denn vom Aufstehen und vom Wachsen, darüber, und das hat sie mit der Veröffentlichung ihres Debüts bewiesen, kann sie ein und mehrere Gedichte schreiben.

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