Im Café (von Sinnen)

Im Café hört man Menschen reden
Sie unterhalten sich
über alle möglichen Belange.
Wie sie einander an den Mündern kleben,
sie schwatzen kurz, sie schnacken lange. 

Im Café erblickt man Menschen aller Art,
sie nicken heftig und schütteln sich pausenlos
die Hände oder gestikulieren sich in Fahrt.
Vielleicht sehe auch nur ich das bloß.

Im Café riecht man der schwarzen Seele Duft.
Die geröstete Vielfalt macht es aus.
Sie kitzeln wohlig meine Nasenluft.
Erschnuppern kann man Chanel No.5 und Kuchen auch.

Im Café spürt man Lebensgefühl und Nähe,
zu ertasten sind der Liebe Hände.
Hier trifft sich – und das fühlt man auch – wer Freundschaft säe.
Nichtig erscheinen Sprachbarrieren, dicke Wände.

Im Café schmeckt man den guten Geist,
von ehrlichen Seelen oder Tee.
Zu verschmerzen sind zumeist,
der Menschen Worte: „Tschüss, ich geh‘.“ 

Denn mensch weiß es eh und je,
es trifft sich eines Tages wieder,
der ein oder andere (Sinn) in diesem Café. 

28. Februar 2013 (Lomo Mainz)

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