(K)ein Morgen wie jeder andere

Irgendwie seltsam. Irgendwie anders. Nichts ähnlich zu dem, was gestern war. Heute stehe ich auf, bewege mich in die Küche und trinke meinen Kaffee einmal aus einer anderen Tasse. Aus einer, die ich nie benutze. Einre, die nur steht. Und wahrscheinlich noch nicht einmal auf mich wartet.

Ich setze mich nicht wie gehabt auf den Stuhl, in dessen Polster ich jeden Morgen meine vier Buchstaben versenke. Ich lasse mich auf einem Hocker nieder. Ohne Grund. Wobei sich mein Rücken nun ganz gerade in die Höhe streckt.

Alles ist irgendwie anders. Alles ist seltsam. Nichts ist wie gestern.

Und doch so gleich wie immer. Dennoch: Ich sorge mich um nichts. Bin gespannt, was der Tag verbringen mag.

Heute bin ich irgendwie frei.

Irgendwie

fehlt jedes Verständnis
bleibt nicht viel Zeit
sucht man nach Bestimmung
ist man nie bereit
 
geht jeder seinen Weg
bleibt man auf der Strecke
sucht man sein ganzes Leben
ist da eine Dornenhecke
 
fehlt es jedem an Vertrauen
bleibt man doch allein
sucht man einen Zweiten
kann nichts ganz sicher sein.
 

© Dichtverkehr – Von kleinen und von großen Gedanken

 

 

 

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